Anna Jurjewna Netrebko wurde am 18. September 1971 in sowjetischen Krasnodar geboren und ist wohl die dem breiteren Publikum bekannteste zeitgenössische Opernsängerin überhaupt. Neben ihrer viel gerühmten Stimme (ihr "gaumig-gutturales Abdunkeln der Stimmfarbe" (was auch immer das sein mag) gilt als besonders betörend), trägt zum Status als Weltstar sicherlich auch Netrebkos rassig-russische Schönheit und ihre geschickte Vermarktung in Musikvideos, Werbespots, Anzeigen etc. bei. Gleichzeitig scheint Frau Netrebko musikalisch Puristin zu sein und man kann ihr durchaus zugute halten, sich nicht auf poppigere Arrangements im Mitklatsch-Rieu-Sound oder ebensolche Kollaborationen, die die Kasse sicher weiter klingeln lassen würden, einzulassen.
Ihr Geburtstagsständchen,eine der wohl populärsten Opernmelodien überhaupt, singt uns "die Netrebko" (wie man das bei großen Diven so sagt) im Duett mit Rolando Villazón gleich selbst: "Libiamo ne' lieti calici", hier von den Salzburger Festspielen 2005. Auf die Netrebko!
Sonntag, 18. September 2011
Dienstag, 6. September 2011
Neues Album von Girls im Stream!
Vor knapp 6 Wochen bejubelte ich auf diesen Seiten bereits den Appetithappen "Vomit" (zwei Wörter, die man nie direkt hintereinander erwartet hätte), nun gibt es das am 13. September erscheinende, zweite Album von Girls in voller Länge im Stream zu hören. Von den ersten Klängen des Beach-Boys-seeligen Openers "Honey Bunny" bis zur sanften, folkigen Ballade "Jamie Marie" am Ende des Albums ist "Father, Son, Holy Ghost" ein fröhlich-melancholisches Indie-Rock-Album ohne wirkliche Durchhänger und dabei eingängiger und ausgereifter als das mit vielen Brüchen doch eher fordernde erste Werk der "Mädels". Der Höhepunkt bleibt für mich das hier nochmal zum Download bereite "Vomit". "Come into my heart", fordert Sänger Christopher Owens in der hymnischen Coda dieses potenziellen Songs des Jahres wiederholt – zumindest umgekehrt hat "Father, Son, Holy Ghost" bereits einen Platz in meinem Herzen gefunden.
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